Über diesen Guide
Kurze Version: Ich bin Felix, Hamburger, lebe seit 2021 in Danzig, esse zu viel auswärts und hab irgendwann angefangen, es aufzuschreiben.
Die lange Version geht so: Ich bin wegen einer Frau hergezogen. Die Beziehung hat nicht gehalten, aber Danzig schon. Erst war es das Meer — ich bin an der Elbe aufgewachsen, ohne Wasser in der Nähe werde ich komisch. Dann war es das Essen. Und die Preise. In Hamburg hab ich für ein Mittagsmenü in Ottensen 18 Euro gezahlt und dachte, das wäre günstig. In Danzig bekommst du dafür ein Drei-Gänge-Mittagessen mit Wein.
Beruflich mache ich was mit Logistik — Beratung, remote, für eine Firma aus Hamburg. Interessiert hier aber niemanden, und das ist auch gut so.
Warum diese Seite?
Ich esse vier- bis fünfmal pro Woche auswärts. Wrzeszcz, Niederstadt, Altstadt, manchmal raus nach Oliwa oder ans Meer. Wenn Besuch aus Deutschland kam — und das war ständig, weil Danzig mit Ryanair quasi kostenlos erreichbar ist — hab ich jedes Mal die gleichen WhatsApp-Nachrichten getippt. Dieselben fünf Restaurants, dieselben Warnungen vor der Langgasse, dieselben Tipps zum Trinkgeld.
Irgendwann hab ich mir gedacht: Schreib's halt auf. Einmal richtig, mit Adressen und Preisen, dann schickst du nur noch den Link.
Das war der Anfang. Dann kamen die Kollegen von früher dran, dann Freunde von Freunden. Und jetzt ist es diese Seite.
Was hier drin steht (und was nicht)
Kein Restaurant hat mich eingeladen. Keiner bezahlt mich dafür. Ich gehe hin, bestelle, zahle, bilde mir eine Meinung. Wenn mir ein Laden nicht schmeckt, taucht er hier einfach nicht auf. Ich hab keine Lust, schlechte Restaurants zu rezensieren — das können die Google-Bewertungen erledigen.
Ich schreibe mehr über die Orte, die ich mag, und weniger über den Rest. Das ist keine ausgewogene Berichterstattung. Das sind meine Empfehlungen.
Wofür ich mich begeistere
Naturwein. Kam ich über Brut Bistro dran, Anfang 2022. Ein polnischer Kollege hat mich hingeschleppt, ich war skeptisch — ich war Riesling-Trinker, fertig. Drei Gläser später hatte Maciej, der Sommelier, mich überzeugt. Heute kauf ich Orange Wine in polnischen Weinläden und meine Hamburger Freunde halten mich für verrückt.
Ostseefisch. Hering, geräuchert, sauer eingelegt, frisch. Dorsch. Flunder. Die Räuchereien Richtung Hel sind eine Offenbarung, wenn man aus dem Hamburger Fischmarkt raus ist und dachte, das wäre der Standard.
Ehrliche Bistro-Küche. Kein Molekularkram, keine Schäumchen, kein Instagram-Teller. Gute Produkte, sauber gekocht, ordentliche Portionen. Davon gibt es in Danzig erstaunlich viel.
Was mich nicht interessiert: Sushi in Polen (warum?), Burger-Restaurants mit 30 Toppings, und alles, was sich selbst als „fine dining experience" bezeichnet und dann TK-Enten-Brust serviert.
Zum Namen
Ja, ich schreibe „Danzig" und nicht „Gdańsk". Das ist der deutsche Name der Stadt, so sagen Deutsche das, und diese Seite ist für Deutsche. Keine politische Aussage, kein historischer Revisionismus, einfach nur Deutsch. Ich lebe hier, ich mag die Stadt, ich nenne sie beim deutschen Namen. In offiziellen Adressen steht natürlich Gdańsk — das ist dann Polnisch, und so gehört sich das.
Kontakt
Restauranttipp? Frage? Beschwerden über meine Meinung? Gern per Mail:
felix@danzig-essensguide.de
Ich antworte meistens. Anfragen von Restaurants, die einen „bezahlten Beitrag" wollen, beantworte ich nicht.